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EMILIA ROMAGNA: BOLOGNA

Während es in Österreich heute großteils regnet, ist das Wetter in Italien auch weiterhin frühlingshaft. Deshalb setzen wir uns heute Morgen in unseren geliebten Cinquecento und fahren (mit unserem Prosciutto am Rücksitz) nach Bologna weiter. Das Frühstück lassen wir diesmal ausfallen, denn in "la grassa" (die Fette), wie die Hauptstadt der Emilia Romagna auch genannt wird, herrscht kulinarisch ein so großes und vielfältiges Angebot, dass wir dafür "fit" sein wollen...


Bei unserem Spaziergang durch die Stadt fällt uns auf, dass die meisten Plätze, Arkaden und Gebäude im Zentrum - wie die Basilika die San Petronio, die Piazza Nettuno oder auch die beiden Geschlechtertürme, die das Wahrzeichen der Stadt sind - aus roten Ziegeln bestehen, was ihr einen weiteren Beinamen "la rossa"(die Rote) eingebracht hat. Aber sie hat auch noch einen dritten Namen - "la dotta" (die Gelehrte) - denn immerhin befindet sich hier seit dem Jahre 1088 die älteste Universität Europas! Und auch heute noch besteht die Bevölkerung der Stadt zu 20% aus Studenten, was sie zu einer der beliebtesten Universitätsstädte Italiens macht.


Dementsprechend lebhaft geht es hier auch in den Straßen zu. Viele Fussgänger, aber auch sehr viele Radfahrer sind - nicht zuletzt dank eines ausgedehnten Bike-Sharing-Systems - unterwegs. Und Lokale gibt es in Hülle und Fülle - für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Es ist zwar erst 9 Uhr und wir sind eigentlich hungrig, aber wir wollen uns den Appetit für das "pranzo" aufsparen und so gehen wir schon mal auf die Suche nach einer klassischen Trattoria, die zu Mittag unsere Erwartungen an die reichhaltigen kulinarischen Versprechungen erfüllen kann: Tortellini in brodo (Suppe) oder alla panna (Obers), Tagliatelle, Ragù alla Bolognese, Mortadella oder auch die Lasagne verde zählen zu den Spezialitäten der Stadt.


Auf unserer Suche nach dem perfekten Lokal für unsere bolognesische Schlemmerorgie kommen wir an vielen gut gefüllten Schaufenstern von Bars vorbei, denen wir tapfer widerstehen. Immerhin haben wir ja eine "Mission" zu erfüllen. Der Magen kracht bereits hörbar, als wir vor dem Traditions-Caffè Zanarini nahe dem Archiginnasio, der alten Universität, stehenbleiben, wo es die besten Süßigkeiten der Stadt geben soll. Na ja, ein kleines Dolce wird uns den Appetit aufs Mittagessen schon nicht verderben, und so stehen wir Minuten später vor einer randvollen Vitrine mit frischem, duftendem Gebäck - und somit vor der Qual der Wahl. Schlussendlich entscheiden wir uns für eine Auswahl typisch bolognesischer Klassiker und nehmen erwartungsvoll an einem der kleinen Tische unter den Arkaden Platz. Als uns der Kellner unsere Bestellung serviert, staunen wir nicht schlecht: das Tablett biegt sich vor Köstlichkeiten wie Raviole und Pinze con la mostarda (ein Feingebäck mit einer speziellen Marmelade aus Äpfeln, Birnen und Orangen), Certosino (ein Kuchen aus kandierten Früchten und Nüssen), Torta di riso (eine Reistorte mit Bittermandelgeschmack) und vielem mehr.


Pappsatt stehen wir nur eine Stunde später auf der mittelalterlichen Piazza Maggiore, um endlich unsere Sightseeing-Tour durch die Stadt zu starten, und blicken angsterfüllt zum Uhrturm des Palazzo Accursio hoch. In nur zwei Stunden müssen wir schon wieder zu Mittag essen...


Mehr Informationen zur schönen Emilia Romagna und ihrer Hauptstadt gibt es hier:

www.emigliaromagnaturismo.it

www.bolognawelcome.com


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