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IL CAFFÈ SOSPESO

Heute ist der "Internationale Tag des Kaffee". Ein guter Anlass über eine wunderbare alte Tradition zu schreiben, die in Italien tatsächlich noch praktiziert wird: der "caffè sospeso" - der aufgeschobene Kaffee.


Geht es einem gut, hatte man einen erfolgreichen Tag oder will man einfach nur mal eine Pause machen, trifft man als Italiener gerne seine Freunde und Kollegen in der nächstgelegenen Bar auf einen Espresso. Man tauscht den neuesten Tratsch aus, berichtet von den Neuigkeiten im Büro und zuhause oder plaudert über etwas Belangloses, einfach bloß um eine nette Zeit in guter Gesellschaft und bei einer köstlichen tazzina di caffè zu verbringen.


Wenn es dann nach dieser heiteren kleinen Auszeit vom Alltag ans Bezahlen geht, ist man dankbar, dass es einem so gut geht, Freunde zu haben und sich einen Kaffee leisten zu können und erinnert sich gerne an all jene, die es nicht so gut getroffen haben im Leben. Und so zahlt man nicht nur seinen eigenen Ristretto oder den der Freunde, wenn man sie eingeladen hat, sondern auch noch einen "sospeso" für irgend jemand anderen, den man gar nicht kennt, der sich keinen Kaffee leisten kann und später im Laufe des Tages in die Bar kommt, um zu fragen, ob es eventuell einen "sospeso" gibt...

Dafür muss man Italien doch einfach lieben!


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