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NATALE A ROMA

Heute ist der 1. Advent! Während Weihnachten erstmals im Jahr 336 in Rom gefeiert wurde, entwickelte sich die Adventzeit dort erst im 6. Jahrhundert. Bereits viel früher, nämlich im Jahr 380 ist jedoch aus dem spanischen Saragozza eine Vorbereitungszeit auf das große christliche Fest überliefert. Sechs Wochen lang mussten sich die Gläubigen mit spirituellen Riten und Fastentagen darauf einstimmen. Heute ist das wichtigste christliche Fest auf der ganzen Welt bekannt und beliebt und Rom, neben Betlehem, um diese Zeit eine der beliebtesten Reisedestinationen weltweit.


Aber was tut man "a Natale nella Capitale"? Die meisten Touristen kommen zum Heiligen Abend in die Stadt, um der Papstmesse im Petersdom beizuwohnen. Der Eintritt ist für jedermann möglich und frei. Allerdings muss man vorher Tickets reservieren. Die Feierlichkeiten beginnen bereits um 21:30 Uhr und kulminieren in der Mitternachtsmette. Wegen des großen Andrangs und der Größe der Kirche ist bereits 2 Stunden davor Einlass. Wer jedoch einen guten Platz ergattern will, von dem aus er den Papst auch sehen kann, wenn er das Jesuskind in die Krippe legt, der sollte trotz Reservierung keinesfalls nach 18 Uhr kommen. Etwas einfacher, aber nichts desto weniger feierlich, ist es da, der Christmette im Pantheon beizuwohnen. Das älteste Bauwerk Roms, das seit den Zeiten der Antike - erst als Tempel, dann als Kirche - bis heute ununterbrochen genutzt wird, ist jedes Jahr am Heiligen Abend Ort eines ganz besonderen Erlebnisses: eine Messe ausschließlich bei Kerzenschein!


Tickets für Messen und Audienzen beim Heiligen Vater gibt es auf: www.vatican.va .


Außerdem ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis, die riesige Krippe vor dem Weihnachtsbaum am Petersplatz zu bestaunen, oder den Christbaum vor dem Kolosseum. Neben einem Spaziergang durch die festlich erleuchtete Via del Corso mit den hübsch geschmückten Auslagen ihrer zahlreichen Geschäfte, sind die vielen "mercatini di Natale" eine besondere Attraktion. Der stimmungsvollste Weihnachtsmarkt ist aber mit Abstand jener auf der Piazza Navona. Mit seinen vielen Ständen und dem großen Ringelspiel ist er bei Groß und Klein, und bei Römern ebenso wie bei Touristen beliebt. Ein Weihnachtskonzert - wie zB im Auditorium della Conciliazione nahe dem Vatikan - rundet einen Besuch in der Ewigen Stadt perfekt ab. Und als besonderes Highlight sollte man sich eine Runde auf dem Eislaufplatz vor dem Castel Sant´Angelo nicht entgehen lassen.


Aber natürlich darf auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen. Zur "Virgilia di Natale", also am Heiligen Abend, ist es nach mittelalterlichem Brauch bis heute in Rom Usus, kein Fleisch und keine Milchprodukte, sondern nur Fisch zu essen. "La Festa dei sette Pesci" bringt eine Vielzahl von Fisch und Meeresfrüchten auf den Tisch. Aber nur mit Reservierung! Unbedingt kosten muss man eines der vielen typischen "dolci di Natale" wie den zarten, luftigen Pandoro, den harten, aber köstlichen Panforte oder aber den König der italienischen Weihnacht, einen Panettone. Ein flaumiger Germkuchen mit Rosinen, kandierten Früchten, Mandeln, Schokolade u.v.m.


Es lohnt sich also, die Ewige Stadt nicht immer nur zu Ostern zu besuchen, denn Rom ist auch zu Weihnachten eine Reise wert.


Wir wünschen allen amici di I LOVE ITALY einen schönen, besinnlichen und friedlichen Advent!


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