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PESCE D´APRILE

Gestern war der 1. April. Da wird wohl der ein oder andere von Euch auch so geschaut haben, als er in den April geschickt wurde. In Italien ruft man dann "Pesce d´aprile!" und freut sich, den anderen reingelegt zu haben. Aber woher stammen diese eigenartige Usance und der Ausdruck eigentlich?


Und wieder einmal finden wir die Wurzeln dazu in der Geschichte Italiens. Bis zum Jahr 1582 galt in Italien und halb Europa noch der von Julius Cäsar 45 v.Chr. eingeführte Julianische Kalender, demnach der Jahreswechsel rund um den Frühlingsbeginn, also rund um die Tagundnachtgleiche zwischen dem 25. März und 1. April gefeiert wurde. Zu diesem Anlass tauschte man Geschenke aus.


Mit der Reform von Papst Gregor XIII verschob sich dieses Fest nun auf den 1. Jänner. Nach über 1.600 Jahren, in denen man sich zum Frühlingsbeginn beschenkt hatte, konnten sich die Menschen nur schwer an dieses neue Datum gewöhnen. Deshalb bürgerte es sich ein, um den 1. April herum leere Schachteln zu überreichen, in denen dann der überraschte Beschenkte zu seiner großen Verblüffung lediglich einen Zettel mit den Worten "Pesce d´aprile!" vorfand, was soviel heißen sollte wie "Du hast angebissen wie ein Fisch!", "Du bist ins Netz gegangen!", "Reingefallen!" - "April, April!"


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