PIEMONT: TURIN

Wir haben in Turin übernachtet und wollen uns heute noch ein wenig die Stadt ansehen. Den Cinquecento lassen wir ausnahmsweise stehen, denn die Autostadt Turin ist paradoxerweise die Stadt mit der größten Fußgängerzone Europas! Das Herzstück des Centro ist die Piazza San Carlo. Sie wird von den Turinern liebevoll „il salotto“, das Wohnzimmer, genannt. Hier kommt man her, um zu sehen und gesehen zu werden. Selbst wenn Schlechtwetter.

Denn Turin hat noch eine Besonderheit: 18 km lange Arkadengänge, die quer durch die Stadt führen, und in denen man im Winter vor Schlechtwetter sowie im Sommer vor der Sonne geschützt spazieren gehen kann! Sie sind eine Erfindung des Barock, in dem die mittelalterliche Altstadt durch eine am Reißbrett entworfene neue Stadt als Gesamtkunstwerk ersetzt wurde. Mittlerweile sind die Arkaden zum Symbol der piemontesischen Hauptstadt geworden.


Hier spielt sich das gesellschaftliche Leben ab. Geschäfte, Boutiquen, Restaurants und Bars säumen den marmornen Laufsteg der Eitelkeiten. Hier flaniert man, kauft ein, isst, trinkt caffè, trifft sich mit Freunden zu einem Aperitivo – kurzum, man genießt das Leben! Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die Turiner lieben ihre „Portici“! In den letzten Jahren sind die Turiner Arkaden auch international ins Blickfeld gerückt. Im Jahr 2018 wurde der Verein "Portici e Gallerie di Torino“ gegründet, der – um die Arkadengänge besser in Szene zu setzen - im Laufe des Jahres zahlreiche Veranstaltungen darin organisiert wie zB die "Portici Divini", eine Weinverkostung, die "Dolci Portici" ganz im Zeichen der lokalen Konditoreikunst sowie di "Portici di Carta", die längste Buchhandlung der Welt.


18 km Arkadengänge machen müde. Und so entschließen wir uns, eine Pause einzulegen. Dafür suchen wir uns einen ganz besonderen Ort aus: das Caffè San Carlo unter den Arkaden an der Piazza San Carlo. Es wurde 1828 gegründet und ist eines der ältesten Lokale der Stadt. Seit 1863 trinkt man hier vor allem eines: MARTINI! Der berühmteste Wermut der Welt wird nämlich seit damals von der Firma Martini & Rossi nahe Turin hergestellt und hat in der piemontesischen Hauptstadt Kultstatus. Er ist die perfekte Mischung aus den besten Weinen mit den besten Kräutern der Region und in der Stadt allgegenwärtig – ob als Getränk oder als Logo. Neben den beiden Klassikern „Bianco“ und „Rosso“ ist in den letzten Jahren auch die neue Sorte „Fiero“ mit seinem Blutorangenaroma immer beliebter geworden. Sie besticht gemischt mit Tonic oder als Spritz Variante. Neu sind auch die beiden alkoholfreien Wermuts „Floreale“ und „Vibrante“, die mit ihrem authentischen Wermut-Geschmack ein originales Aperitivo-Erlebnis garantieren – und das ganz ohne Alkohol! Nicht umsonst ist MARTINI mittlerweile eine Weltmarke! Wir nehmen uns vor, gleich morgen Früh die „Casa Martini“ in Chieri zu besuchen, wo die Erfolgsgeschichte vor fast 160 Jahren ihren Ursprung nahm.


Aber fürs Erste gönnen wir uns erst mal ein Gläschen des besten Wermuts der Welt im Neonschein der berühmtesten MARTINI-Werbung der Welt - und sind für heute einfach nur glücklich. www.martini.com www.visitpiemonte.com


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