SARDINIEN: PORTO TORRES

Wir sind inzwischen Richtung Genua gefahren, wo wir die Fähre nach Sardinien nehmen wollen. Der Kontrast zwischen der lieblichen Landschaft der Cinqueterre und der Industrie- und Hafenstadt Genua fühlt sich fast surreal an, als wir die graue, vergitterte Stadtautobahn entlang fahren. Wir schiffen unseren Cinquecento ein auf das nächste Ferryboat nach Sardinien und nach nur 12 Stunden sind wir im Paradies!

Wir gehen in Porto Torres von Land. Der Hafen stellt die wichtigste Verbindung zu Italien, Frankreich und Spanien dar. Sardinien ist ja v.a. für seine fantastischen Strände bekannt. Die wenigsten wissen jedoch, dass es auch auf eine große Geschichte zurückblicken kann. Dieses Land in der Provinz Sassari zählt zu den ältesten in Italien besiedelten Stätten, die sich bis 10.000 v.Chr. nachweisen lassen. Besondere Bedeutung hat die Ausgrabungsstätte Monte d´Accoddi (Berg aus Stein), der aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. stammt und als einzige in Italien große Ähnlichkeiten mit Kultstätten im entfernten Mesopotamien aufweist. Danach zieht es uns aber doch an die für ihr türkisfarbenes Wasser berühmte Costa Smeralda. Wir brechen mit unserem Cinquecento Richtung Norden auf und fahren an der Küste entlang, bis wir plötzlich in Palau sprachlos vor einer fast schon kitschigen Kulisse stehen. Zerklüftete Felsen, weisse Sandstrände und kristallklares Wasser liegen uns zu Füßen. Wir können nicht widerstehen und springen angesichts der fast 20° Grad in die Fluten. Brrr! Das Wasser ist nach dem Winter noch sehr kalt. Im August jedoch gleicht das Meer hier mit 25° Grad einer Badewanne.


Das hat in den 60er-Jahren internationale Investoren, allen voran Karim Aga Khan IV, dazu bewegt, das Terrain an der Costa Smeralda touristisch zu entwickeln. Er erwarb günstiges Weideland und machte daraus den heute schicksten Badeort der gesamten Küste: Porto Cervo! Hier ist der internationale Jet Set zuhause. Hier reihen sich Villa an Villa und Yacht an Yacht der Schönen und Reichen aus aller Welt.


Danach geht es weiter immer der Küste entlang nach Olbia, wo die Costa Smeralda endet, und wir die Fähre zurück aufs Festland nehmen. Adiosu! Nos bidimus cras! (Sardisch, auf Italienisch: Arrivederci! Ci vediamo domani!)


Mehr Informationen über Sardinien gibt es wie immer im Netz: www.sardegnaturismo.it


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