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UN ITALIANA VERA

Nachdem wir Euch letztes Mal mit Toto Cotugno einen "italiano vero" vorgestellt haben, wollen wir uns heute einer "italiana vera" widmen: GIANNA NANNINI! Und das aus aktuellem Anlass....


1954 in der Toskana, im beschaulichen Siena, als Schwester des späteren Formel 1 -Rennfahrers Alessandro Nannini, in eine gutbürgerliche und angesehene Konditorenfamilie hineingeboren, rebellierte Gianna schon bald, trat nicht in den elterlichen Betrieb ein, sondern verließ mit 18 Jahren das Elternhaus, um in Mailand Musik zu studieren, was damals einem Skandal gleichkam.

Nach einigen ersten Plattenversuchen stellte sich 1979 der ganz große Erfolg mit der LP "California" ein, was auch dem sehr provokanten Plattencover geschuldet war, mit dem sie über die Grenzen Italiens hinaus Aufsehen erregte. Von da an war "Gianna nazionale" aus der italienischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Sie setzte ihre Arbeit als Sängerin und Songwriterin erfolgreich fort mit bis heute bekannten Hits wie "America", "Bello è impossibile" oder etwa "I maschi".


Den Höhepunkt Ihrer Karriere erreichte sie jedoch 1990, als sie gemeinsam mit Edoardo Bennato den Song "Un´estate italiana" bei der Eröffnung der Fussball WM in Mailand sang, der zu so etwas wie einer zweiten Nationalhymne wurde.

Die italienische "Rockröhre" war also schon immer für Überraschung gut. Als die homosexuelle Gianna dann 2008 bekanntgab, mit 54 Jahren erstmals Mutter zu werden, war das für die katholischen Italiener zu viel, und der Skandal perfekt.


Doch nun legt die Künstlerin nach. Vor einigen Tagen hat die promovierte Philosophin ihre Kandidatur für das italienische Präsidentenamt als Nachfolgerin Sergio Mattarellas bekanntgebeben. Allerdings hat sie das auf so unspektakulär-spektakuläre Weise gemacht, dass die Kandidatur per se auch schon wieder ein "Skandal" ist...


Hier geht´s zur Kandidatur: https://www.youtube.com/watch?v=0vnrx9IBBFA


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