LE MARCHE A VELA
- I LOVE ITALY

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Nachdem das Wetter in den letzten Tagen etwas unbeständig war und nun endlich wieder die Sonne zurückgekehrt ist, haben wir nach einigen Tagen Pause heute zeitlich in der Früh im Hafen von Cattolica die Leinen gelöst und die "Königin der Adria" wie der eleganten Badeort an der Grenze zwischen der Emilia-Romagna und den Marken auch gerne genannt wird, Richtung Süden verlassen.


Unser Segelboot glitt schnittig an den Steilküsten, über denen hoch oben der Monte Gabbice thront, vorüber. Nach der malerischen Bucht von Vallugola, ging es weiter entlang der Felsküsten, welche einen der schönsten Naturabschnitte der nördlichen Adria bilden, ehe sich bei
Pesaro die Landschaft wieder mehr öffnete und wir von Sandstränden umgeben waren. Es hätte sich gelohnt hier halt zu machen. Nicht nur, um an Land zu gehen und in einem kleinen
Ristorante am Lungomare essen zu gehen, sondern auch, weil es sich um die

Geburtsstadt des Komponisten Gioachino Rossini handelt, die neben einem lebhaften Hafen und der reizvollen Altstadt auch kulturell viel zu bieten hat.
Wir jedoch segelten weiter Richtung Senigallia mit seiner berühmten Festa "Rocca Roveresca" und der "Spiaggia di velluto", jedem "samtigen", breiten, flach abfallenden Sandstrand, der bei Familien sehr beliebt ist.

Aber auch hier gingen wir nicht an Land, sondern segelten weiter Richtung Ancona, dem wichtigsten Hafen der Region.
Einige Stunden später konnten wir schon von See aus den mächtigen Monte Conero erkennen, dessen weiße Felsen steil ins Meer abfallen.

Zu seinen Füßen liegen die beliebten Badeorte Sirolo und Numana mit ihren türkisfarbenen Buchten und malerischen Fischerhäfen – für viele die schönsten Strände der Marken. Hier wollten wir vor Anker gehen und eine Pause einlegen, um uns auszuruhen und den ein oder anderen Sprung ins kühle Nass zu machen.
Erfrischt setzten wir unsere Reise fort, volle Kraft voraus, an Porto Recanati, Civitanova Marche und Porto San Giorgio vorbei. Hinter den Küstenorten erheben sich sanfte Hügel, auf denen die jeweils historischen, ursprünglichen Städte thronen. Wie beispielsweise Recanati, die Heimat des Dichters Giacomo Leopardi. Der Ausblick auf die vielen mittelalterlichen Dörfer und Festungen, die seit Jahrhunderten über die Adria wachen, macht uns nachdenklich. Wer weiß, welch berühmter Seefahrer hier einst schon vorüber gesegelt ist...

Je weiter wir nach Süden kommen, desto mehr Palmen säumten die Uferpromenaden der berühmten Riviera delle Palme. In Cupra Marittima, Grottammare und schließlich San Benedetto del Tronto reihten sich breite Sandstrände, elegante Promenaden und belebte Sport- und Yachthäfen aneinander. Das milde Klima und die üppige Vegetation verleihen diesem Küstenabschnitt ein unvergleichliches, mediterranes Flair.

In San Benedetto gehen wir an Land. Wir lassen unser Boot im Hafen und wollen einen Ausflug ins Landesinnere machen, nach Ascoli Piceno. Die Stadt aus hellem Travertin mit ihrer prachtvollen Piazza del Popolo, der Chiesa di San Francesco und ihren verwinkelten mittelalterlichen Gässchen beeindruckt uns.

Es gibt ja so viel zu sehen! Den ganzen Sommer über, besonders um Ferragosto herum, gibt es in den vielen kleinen Borghi der Umgebung, wie zB in Offagna,
eindrucksvolle mittelalterliches Ritterfeste zu sehen, an denen die Bewohner zahlreich teilnehmen! Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb beschließen wir, ein paar Tage hier zubleiben, eine Pause einzulegen und uns ein Quartier für die Nacht zu suchen.

Im altehrwürdigen "Palazzo dei Mercanti" werden wir fündig.
Im Hotel bekommen wir einen guten Tipp fürs Abendessen: die nahegelegene "Osteria Francescana". So ein Glück! Hier werden wir es uns heute Abend gut gehen lassen und Italien in seiner schönsten Form genießen - nämlich a tavola! - ehe es in ein paar Tagen mit dem Segelboot an der adriatischen Küste weitergeht Richtung Abbruzzen.





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