DIE ABRUZZEN PER BOOT ENTDECKEN
- I LOVE ITALY

- vor 11 Stunden
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Nach den starken Unwettern, die in den letzten Tagen viele Küstengegenden am Mittelmeer stark in Mitleidenschaft gezogen haben, hat es endlich wieder aufgeklart und der Sommer ist zurückgekommen. So konnten wir heute Morgen unseren Segeltörn einmal rund um Italien endlich fortsetzen.

Früh am Morgen legte unser Schiff im Hafen von San Benedetto del Tronto ab, um ab jetzt südwärts an den Stränden der Abruzzen entlangzusegeln. Wer an die Abruzzen denkt, hat oft schroffe Felsen und Berge vor dem geistigen Auge. Dabei kann diese Region Italiens auch mit einer abwechslungsreichen Küstenlandschaft aufwarten. Auf der relativ kurzen Strecke von 35 Kilometern entlang der Adria wechseln sich breite Sandstrände, Kiesbuchten, Felsklippen und naturbelassene Küstenabschnitte ab. Im Norden zwischen Martinsicuro, Giulianova und Pescara bieten lange, breite Sandstrände mit seichtem Wasser Familien mit Kindern optimale Badeverhältnisse. Dementsprechend gut sind die Orte hier touristisch erschlossen. Gut besuchte Strandbäder, Hotels und Restaurants wechseln einandern ab und auf den Promenaden schlendern die Menschen bis spät nachts am Meer entlang und genießen den Sommer.

In Pescara gehen wir an Land und treffen auf einen interessanten Mix aus modernem Stadtleben, reichem kulturellen historischen Erbe und den berühmten goldgelben Sandstränden, was diese Stadt am Fuße des Gran Sasso für Touristen zu einem sehr attraktiven Urlaubsort macht.

Wir machen einen Spaziergang durch das Centro storico, besuchen das Geburtshaus des berühmten Dichters Gabriele D´Annunzio und genehmigen uns noch rasch einen Espresso im altehrwürdigen Caffè Excelsior, ehe wir mit dem Schiff wieder Kurs auf Süden nehmen.
Ab Pescara wird die Küste dann zunehmend abwechslungsreicher. Neben Sandstränden findet man auch pittoreske Felsufer und kleine Buchten. So liegt der kleine Ort Ortona etwa eindrucksvoll auf einem Felsvorsprung über dem Meer.

Besonders sehenswert sind das Castello Aragonese, die Cattedrale di San Tommaso und die Passeggiata Orientale mit ihren weiten Ausblicken.
Südlich davon beginnt der landschaftlich wohl reizvollste Abschnitt der abruzzesischen Küste.

Hier wechseln einander Felsen, Kiesstrände, kleine Buchten und steile Küstenabschnitte ab. Charakteristisch für die Gegend sind die alten hölzernen Trabocchi, auf Pfählen ins Meer gebaute Fischereianlagen, die nach wie vor genutzt werden - bisweilen sogar als Restaurant.

Unser nächster größerer Anlaufpunkt ist Vasto. Die Stadt empfängt uns mit ihrem historischen Zentrum, der Piazza Gabriele Rossetti und dem Blick über den sogenannten Golfo d´Oro. Besonders schön sind die naturnahen Abschnitte der Riserva Naturale di Punta Aderici, Mit ihren Felsvorsprüngen, Kies- und Sandstränden sowie reicher mediterraner Vegetation bietet das Naturschutzgebiet 400 Quadratkilometer unberührte Natur.

Der südlichste Küstenort der Abruzzen ist San Salvo Marina. Er gehört zur Gemeinde San Salvo in der Provinz Chieti und liegt unmittelbar an der Grenze zur Region Molise. Bevor wir jedoch dorthin weitersegeln, wollen wir an Land gehen und das Hinterland erkunden. Schließlich sind die hier gelegenen Weingüter berühmt für einige der besten Tropfen Italiens, wie den Montepulciano d´Abruzzo! Wir beschließen also, eine Degustation zu machen und die Nacht hier zu verbringen. Und so muss das Molise wohl noch etwas warten...





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